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Dienstag, 30. August 2016 - 19:03 Uhr

Herzlich Willkommen beim Katzenschutz Reilingen!
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Liebe MitbürgerInnen und TierliebhaberInnen,

in der Vergangenheit und leider auch noch heute hat der Mensch manchmal auf recht drastische Weise die Geburtenregelung seiner Haustiere in die Hand genommen. Die angewendeten Methoden waren und sind unmenschlich und in den meisten Fällen gegen das Tierschutzgesetz. Es gibt heute wesentlich humanere und effektivere Lösungen um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden - ganz oben auf der Liste steht hier die Kastration. Die leider immer noch weit verbreitete Ansicht der Natur ihren Lauf zu lassen, ist in der heutigen Zeit nicht mehr vertretbar!

In den vergangenen Jahren bekamen die halbwilden Landkatzen noch zusätzlich 'Verstärkung' durch entwichene und ausgesetzte, unkastrierte Privatkatzen. Die Folge davon ist eine von Jahr zu Jahr steigende Jungtierflut mit dem entsprechend steigenden Nahrungsbedarf. Die Jagdgebiete werden durch die Bebauung von Ackerland und Gartenflächen immer kleiner und der Einsatz von Pestiziden reduziert die übrige Beute zusätzlich. Hungrige Katzen und ihre Welpen wiederum sind anfälliger für Krankheiten, die sich dann in Notzeiten explosionsartig ausbreiten. Viele Tiere verenden dadurch auf qualvolle Art und Weise. Elterntiere, die bei Nahrungsmangel das Jagdgebiet bis in die Felder ausdehnen und aus Hunger auch geschützte Tiere erbeuten, werden unter Umständen abgeschossen oder vergiftet. Verletzte Tiere können nicht mehr jagen und sterben an den Verletzungen oder Hunger und die Jungtiere müssen ebenfalls verhungern.

Abhilfe kann nur durch flächendeckende Kastration und tierärztliche Versorgung verwilderter Katzen geschaffen werden - das Wichtigste hier ist aber ein verantwortungsvolleres Handeln der privaten Tierhalter. Eigene Tiere sollten generell kastriert, tätowiert/gechipt und geimpft und dann bei einem Suchdienst wie TASSO registriert werden. Nur so kann man es wieder zuordnen und die Maßnahmen machen einen Sinn!

Jede zugelaufene oder aufgefundene Katze sollte, um zukünftigen Nachwuchs zu vermeiden, sofort dem zuständigen Tierschutzverein oder Tierheim gemeldet werden. Eine Fundkatze ist wie ein Geldbeutel zu sehen, nicht melden gilt als Fundunterschlagung. Es ist auch zu vermuten, dass sich einige vermisst gemeldete Katzen auf Bauernhöfen oder auf Industrie- und Privatgelände befinden und auf Grund fehlender Kennzeichnung nicht zugeordnet werden können. Wichtig ist in allen Fällen schnell zu handeln. Aus einer Katze im Garten können nach einem Jahr schon Acht geworden sein und das Jahr darauf Zwanzig.

Rufen sie uns rechtzeitig unter 06205-16983 an, damit es nicht zu einer solchen Katastrophe kommt - wir unterstützen Sie!

Jedes Jahr aufs Neue haben Tierschützer mit einer großen Anzahl ausgesetzter Hunde und Katzen zu kämpfen. Im Sommer quellen die Tierschutzplätze über von ausgesetzten, verstörten, verletzten und todkranken Tieren. Da wir ihr Vorleben nicht kennen, müssen sie Untersuchungen, Tests und Impfungen über sich ergehen lassen und längere Zeit bei uns bleiben. Aber auch wir Helfer leiden unter dieser Situation. Es kostet uns viel Zeit, Nerven und Tränen, wenn wir die Tiere mühevoll aufpäppeln und sie dann trotz aller Mühe sterben. Auch die Vereinskassen sind durch diese Fälle unnötig belastet. Da die kleinen Vereine in den meisten Fällen nicht wie die Tierheime mit Steuern und Abgaben unterstützt werden, müssen alle Unkosten von Vereinsbeiträgen, Spenden und eigenem Geld gedeckt werden. Diese Summen und auch der Platz für die Tiere reicht oft nicht aus und so kann es vorkommen, dass wir um Hilfe bittende Menschen enttäuschen- oder Fundtiere nicht mehr aufnehmen können. Viel von diesem Elend, das wir jedes Jahr sehen, könnte vermieden werden und unsere Arbeit wäre leichter, wenn sich alle Tierbesitzer verantwortungsvoller verhalten würden.

lichst Ihre Rosita Scheidt